VR Experten-Talk: Die Neuen im DAX

DAX

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Im September 2021 wird der DAX größer. Statt 30 werden künftig 40 Unternehmen einen Platz im Deutschen Leitindex haben. In unserem VR Experten-Talk stellen wir die Neuzugänge vor und beleuchten die Folgen für Anleger.

Unser Gesprächspartner ist Stefan Walz, Bereichsleiter Privatkunden in der VR Bank Nürnberg.

Warum wird der DAX von 30 auf 40 Werte aufgestockt?

Der wichtigste deutsche Aktienindex DAX steht vor der größten Veränderung seiner 33-jährigen Geschichte. Der DAX dient Fondsmanagern und Investoren als wichtige Orientierung und ist ein Barometer für die Entwicklung der deutschen Wirtschaft.

Mit der Aufstockung auf 40 Aktiengesellschaften soll die deutsche Wirtschaft repräsentativer abgebildet werden als bisher. Neben Unternehmen aus der klassischen Industrie finden auch Firmen mit zukunftsorientierten Geschäftsmodellen ihren Platz.

Die Aufstockung ist zudem eine Angleichung an andere europäische Länder, die in ihrem Leitindex auf mehr als 30 Werte setzen.

Was bedeutet die Erweiterung für Anleger?

Die Aufstockung des DAX von 30 auf 40 Werte erfolgt durch Unternehmen aus dem MDAX, dem Index für mittelgroße Unternehmen. Im Gegenzug werden im MDAX künftig nur noch 50 statt 60 Firmen gelistet. Die breitere Streuung und der steigende Anteil an dynamisch wachsenden Unternehmen können für den DAX positiv sein. Außerdem haben sich die “Nachrücker” bereits im MDAX bewährt.

Grundsätzlich gilt, je breiter ein Aktienmarkt-Barometer aufgestellt ist, desto geringer fallen einzelne Marktschwankungen ins Gewicht. Es ist bei weitem nicht nur der Umbau zum DAX40 und MDAX50, der die Reform ausmacht. Es sind auch die Regeln, die die Deutsche Börse im Zuge des Wirecard-Skandals (ehemaliges DAX-Mitglied) ändern musste.

Nach welchen Kriterien werden DAX-Unternehmen ausgewählt?

Die bedeutendste Neuerung ist, dass bei der Auswahl der Kandidaten nur noch die Marktkapitalisierung der frei gehandelten Aktien der vergangenen 20 Handelstage entscheidend ist. Somit kommt in den DAX, wer unter den derzeit 231 für die Aufnahme qualifizierten Unternehmen die Plätze 1 bis 40 erreicht.

Aktien und Fonds

Der bisher geltende Rang beim Börsenumsatz im elektronischen Handelssystem Xetra spielt dagegen keine Rolle mehr. Zukünftig reicht ein Mindestumsatz.

Kann ein Wert auch aus dem DAX rausfliegen?

Vor dem Hintergrund des Wirecard-Skandals ist künftig die regelmäßige Veröffentlichung testierter Geschäftsberichte und Quartalsmitteilungen für alle DAX-Unternehmen verpflichtend, ebenso ein Prüfungsausschuss im Aufsichtsrat. Zweimal jährlich, im März und im September, erfolgt eine Überprüfung. Werden die definierten Regeln nicht eingehalten, wird den Firmen zunächst eine 30-tägige Frist gesetzt. Anschließend führt ein Verstoß zum sofortigen Ausschluss aus dem DAX.

Ebenfalls neu ist die zweimal jährlich stattfindende Überprüfung der Index-Zusammensetzung, jeweils im März und September (bislang einmal jährlich im September). Damit hat die Deutsche Börse die Forderung nach mehr Kontinuität in der Zusammensetzung des DAX ignoriert. Besonders Fondsmanager haben moniert, dass der ständige Wandel der Mitglieder die Vergleichbarkeit mit anderen Indizes im Ausland erschwert. Den DAX-Anlegern kostet dies zudem Geld, weil jede Umschichtung mit Aufwand verbunden ist.

Wer sind die "Neuen" im DAX?

Am 3. September wurde verkündet, wer aus dem MDAX in den DAX wechselt. Die neue Zusammensetzung wird zum Handelsauftakt am 20.09.2021 wirksam.

Und das sind die DAX-Aufsteiger:

Airbus (Flugzeugherstellung), Zalando (Modeversandhandel), Siemens Healthineers (Medzintechnik), Symrise (Duftstoffe und Aromen), HelloFresh (Lieferdienst), Sartorius (Laborausrüstung), Porsche Automobil Holding (Automobile), Brenntag (Chemiehandel), Puma (Sportartikel) sowie Qiagen (Biotech).

Sollte ich mein Geld in DAX-Werte anlegen?

Grundsätzlich ist doch das Mindestziel jedes Anlegers, sein Vermögen aufzubauen oder mindestens zu erhalten. Aktuell leben wir in Zeiten mit Preissteigerungen. Die aktuelle Inflation in Deutschland liegt Stand Juli 2021 bei 3,8 %, hinzu kommen noch Null- bzw. Negativzinsen bei Spareinlagen oder Bundesanleihen. Es ist deshalb wichtiger denn je, eine langfristig orientierte Vermögensstruktur zu haben, die zu Ihrem persönlichen Chance-Risiko-Verhältnis passt. 

Meiner Meinung nach ist ein fester Bestandteil für einen langfristigen Vermögensaufbau die Aktienanlage. Dabei vertrete ich die Auffassung, dass Sie bei einer weltweiten Aufteilung die Risiken streuen und von den verschiedenen Volkswirtschaften profitieren können. Dazu zählen dann sicherlich auch DAX-Werte.

Ich kann Ihnen nur wärmstens ans Herz legen, ein Gespräch mit Ihrer Beraterin oder Ihrem Berater zu vereinbaren, um gemeinsam Ihre persönliche Anlagestrategie zu finden bzw. zu optimieren.

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