Tschüss, 500-Euro-Schein!

Die fünf wichtigsten Fragen und Antworten

Die Europäische Zentralbank (EZB) hat beschlossen, den 500-Euro-Schein abzuschaffen. Er wird dann nicht mehr produziert und ausgegeben. Die alten, bereits in Umlauf befindlichen Scheine behalten aber ihre Gültigkeit!

Ist das nur der Anfang und wird bald das Bargeld ganz abgeschafft?

Nein, das Bargeld wird nicht abgeschafft!

Warum schafft die Europäische Zentralbank (EZB) den 500-Euro-Schein ab?

Während Kritiker hier den ersten Schritt zur Bargeldabschaffung befürchten, begründet die EZB die Abschaffung mit der Vermutung, dass Scheine mit hohem Nennwert illegale Aktivitäten unterstützen. Daher sollen sich hohe Bargeldsummen nur noch aufwendig aufbewahren und transportieren lassen. So wiegt eine Million Euro in 500-Euro-Scheinen nur 2,2 Kilogramm und passt in eine Handtasche. Bei einer Million Euro in 100-Euro-Scheinen hingegen müssen schon 10,2 Kilogramm verstaut und getragen werden.

Werden die 500-Euro-Scheine jetzt wertlos?

Der 500-Euro-Schein bleibt trotzdem gesetzliches Zahlungsmittel. Geschäfte müssen die lilafarbene Banknote weiterhin annehmen, es sei denn, der zu zahlende Betrag steht in keinem Verhältnis zum Wert des Scheins. Der Bäcker kann sich also weigern, wenn Sie Ihre Sonntagsbrötchen mit einem 500-Euro-Schein bezahlen wollen. Die nationalen Zentralbanken des Eurosystems tauschen die 500er-Banknoten auf Wunsch in kleinere Scheine um.

Schaffen andere Länder auch die 500-Euro-Scheine ab?

Die Deutsche Bundesbank und die Österreichische Nationalbank werden die 500-Euro-Banknote letztmals am 26. April 2019 ausgeben. Alle anderen Nationalbanken des Eurosystems werden die Ausgabe bereits mit dem 26. Januar 2019 beenden.

Wie werden die 500-Euro-Scheine aus dem Verkehr gezogen?

Um den 500er aus dem Verkehr zu ziehen, müssen die Scheine schrittweise eingezogen, geschreddert und durch andere Scheine mit kleinerem Nennwert ersetzt werden. Deren Stückzahlen werden daher künftig steigen.