Nachhaltige Ernährung – so geht’s richtig!

Nachhaltige Ernährung

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Nachhaltige Ernährung ist ganz leicht! Wie bei vielen Dingen und Themen hilft es, sich etwas Wissen anzueignen. Wir haben Ihnen ja schon verschiedene Tipps und Infos zum Thema Nachhaltigkeit gegeben. Wir zeigen Ihnen nun, wie Sie auch Ihre Ernährung ganz einfach nachhaltiger gestalten können und welche positiven Auswirkungen es auf Ihre Gesundheit und die unserer Erde hat.

Ich persönlich habe mich dazu entschieden, vegan zu leben. Für meine Ernährung kommen daher nur rein pflanzliche Produkte in Frage. Das Thema tierische Produkte spielt auch in Bezug auf nachhaltige Ernährung eine große Rolle. Die Fakten in diesem Beitrag sind neutral gefasst und gerade deshalb sehr erschreckend. Ich hoffe, Sie können beim Lesen Ihre eigenen Gewohnheiten etwas überdenken und dabei herausfinden, welche Stellschraube in Ihrer Ernährung noch Raum zur Verbesserung hat.

Stellschrauben für nachhaltige Ernährung

Greifen Sie im Lebensmittelladen zu örtlichen, regionalen Produkten? Oder sind Ihnen exotische Lebensmittel lieber? Regionales ist die nachhaltigere Variante!

Lassen Sie sich davon verleiten, dass unsere Läden stets alle Produkte anbieten können? Aufmerksamkeit für die Saisonalität der Lebensmittel zahlt sich aus!

Essen Sie überwiegend pflanzliche oder tiersche Lebensmittel? Spoiler-Alarm: Pflanzen sind die nachhaltigere Wahl!

Achten Sie auf die Herstellung Ihrer Lebensmittel? Und kennen Sie sich mit den verschiedenen Siegeln zur Kennzeichnung aus? In punkto Nachhaltigkeit hat Bio definitiv die Nase vorn!

Die Menge macht´s! Kaufen Sie nach Bedarf oder auf Vorrat? Und wie viele Lebensmittel landen letztlich in Ihrem Mülleimer?

Simpler Vergleich: Regional vs. global

Es ist so simpel, wie Sie es sich vielleicht schon denken. Regionale Produkte sind nachhaltiger, weil sie keinen weiten Weg hinter sich haben. Die Transporte mit Schiffen, Flugzeugen, über Straßen und Schienen können bei der regionalen Produktion auf ein Minimum reduziert werden. Damit ist regional Produziertes schon mal aus ökologischer Sicht die bessere Wahl, denn der CO2-Ausstoß ist sehr viel geringer.

Mit mehr Regionalität bekommen Sie aber auch auf anderen Ebenen mehr Nachhaltigkeit in Ihre Ernährung. Durch die kurzen Wege sind die Produkte so frisch wie nur möglich. Die Pflanzen können so lange in ihrer natürlichen Form reifen, wie es nötig ist und müssen nicht während des langen Transports nachreifen. Damit erhalten Sie die geballte Ladung an Vitaminen, Nährstoffen und Geschmack!

Durch die kurzen Lieferketten ist hier eine hohe Transparenz möglich. Vielleicht kennen Sie ja sogar den Landwirt, der Ihr Gemüse liefert? Sie unterstützen damit die Landwirtschaft vor Ort und die Landwirte in Ihrer Heimat profitieren von faireren Preisen als die Erzeuger bei importierter Ware.

Jeder kennt Produkte, die weite Wege hinter sich haben, aber scheinbar auch unschlagbare Nährwerte mit sich bringen. Wer gern Avocados zur Deckung des Omega-3-Fettsäuren-Bedarfs isst, kann sich freuen. Denn heimische Leinsamen und deren Öl sind ebenfalls gute Lieferanten. Auch sogenannte Superfoods aus fremden Ländern können gut durch heimische Früchte und Beeren ersetzt werden. Eine Paprika zum Beispiel hat mehr Vitamin C als die meisten Zitrusfrüchte.

Tipp: Es spricht nichts dagegen, sich ab und zu etwas zu gönnen, das von weiter her kommt. Der überwiegende Teil der Ernährung sollte jedoch möglichst regional gestaltet werden, um möglichst nachhaltig zu leben. Praktische Ideen sind zum Beispiel Obst- und Gemüsekisten von regionalen Bauern. Diese Produkte sind nicht nur super regional, sondern auch saisonal. (Mehr dazu im nächsten Absatz.)

Natürlichkeit: Saisonal vs. immer verfügbar

Auch hier ist die Sache klar: Saisonalität gewinnt gegenüber dem Status Quo, dass nahezu alle Produkte zu nahezu allen Zeiten im Laden verfügbar sind. Saisonalität geht oft auch mit Regionalität einher. Gerade auf dem Land gibt es auch häufig die Möglichkeit, beim Bauern vor Ort einzukaufen. Und wie oben schon erwähnt: Mit einer Gemüsekiste vom Bauern nebenan erhält man stets die Produkte, die gerade eben auf den Feldern reif werden. Frisch und lecker.

Saisonalität bedeutet nicht, auf Vielfalt zu verzichten. Gerade im Winter ist die Auswahl vermeintlich eingeschränkt. Wer aber im Sommer zum Beispiel Marmelade macht, hat im Winter den Geschmack des Sommers auf dem Frühstücksbrot. Zudem kann es auch Abwechslung bringen, auf den Standardsalat zu verzichten und stattdessen eine Salatvariante zu wählen, die gerade Saison hat. Sich mit den Lebensmitteln zu beschäftigen und eigene Wege zu finden, um sie einzumachen bzw. lange haltbar zu machen, macht auch Spaß.

Noch dazu kommt, dass die Lebensmittel, wenn sie Saison haben, günstiger sind als außerhalb der Saison. Saisonales Einkaufen schont also den Geldbeutel ebenso wie die Umwelt. Denn die Alternative ist das Folgende. Lagerware wie Äpfel müssen über Monate gekühlt werden, um ihr Aussehen beizubehalten. Dabei geht Geschmack verloren und es wird viel Energie verbraucht. Frische Ware wie Beeren oder Zucchini müssen dagegen mit viel Dünger, künstlichem Licht und extra Wärme ausgestattet werden, um gedeihen zu können. Beide Optionen belasten unsere Umwelt und auch das Nährstoff- und Geschmackserlebnis der Produkte.

Tipp: Ihre Ernährung wird nachhaltiger, wenn Sie auf die Saisonalität der Produkte achten. Hier ist ein Saisonkalender sehr hilfreich. Damit behält man gut den Einkaufszettel im Blick und im Kopf nisten sich leicht neue Rezeptideen ein.

Größter Faktor: Pflanzlich vs. tierisch

Auch wenn Liebhaber tierischer Produkte es nicht gerne hören, muss es hier klargestellt werden: Tierische Produkte sind einfach schlecht für die Umwelt! Das lässt sich nicht wegdiskutieren. Fleisch, Fisch, Käse, Ei, Milch und Co belasten unsere Erde durch verschiedene Faktoren, auf die ich hier kurz eingehe.

Die Nachteile von Tierhaltung

Die Vorteile pflanzlicher Ernährung

Pflanzliche Produkte stehen diesen Kritikpunkten jeweils als Positivbeispiel gegenüber. Die negativen Auswirkungen der Tierhaltung sind bei einer pflanzlichen Ernährung schlicht nicht vorhanden. Wie schon häufiger, möchte ich auch an dieser Stelle auf verschiedene Dokumentationen verweisen, die die Sachverhalte detaillierter darstellen können.

Die gesundheitlichen Auswirkungen einer überwiegend pflanzlichen Ernährung sind durchweg positiv. Sie sind für den menschlichen Körper leichter zu verdauen und liegen nicht so schwer im Magen. Vielen Krankheiten und Leiden wie Bluthochdruck, Übergewicht und Herzerkrankungen wird durch den Verzicht auf tierische Produkte entgegengewirkt. Ihre Gesundheit profitiert von einer Umstellung!

Tipp: Mit einer pflanzlichen Ernährung wirken Sie vielen Missständen auf unserer Welt entgegen. Stellen Sie sich selbst auf die Probe: Auf welche Tierprodukte können Sie verzichten? Was können Sie durch pflanzliche Alternativen ersetzen? Bleiben Sie am Ball! Denn auch unser Geschmack ist Gewohnheitssache. Sie entwöhnen sich manche Produkte schneller, als Sie es sich im Moment vorstellen können. Gehen Sie so weit Sie können und geben Sie nicht auf, nur weil es nicht perfekt ist. Jeder kleine Schritt in Richtung pflanzlicher Ernährung macht Sie etwas nachhaltiger und bereitet Sie auf den nächsten Schritt vor.

Gesundheitsfaktor: Bio vs. konventionell

Unabhängig vom Produkt ist Bio grundsätzlich die bessere Wahl. Das gilt sowohl für Pflanzen als auch für Tierprodukte.

Mit dem biologischen Anbau achten Landwirte stark auf die verwendeten Düngemittel oder Pestizide. Je nach Gütestandard des Bio-Labels nimmt dadurch die Belastung der Lebensmittel rapide ab. Bei biologischen Tierprodukten geht es um die Haltung der Tiere und die verwendeten Futtermittel. 

Eine nachhaltigere Ernährung ist durch den Kauf von Bio-Produkten möglich. Mit Ihrer Entscheidung beim Kauf zeigen Sie Ihre Bereitschaft und Ihr Interesse an Nachhaltigkeit. Sie signalisieren, dass Ihnen wichtig ist, was auf Ihren Teller kommt. Sie entscheiden sich für die gesünderen Lebensmittel und die weniger dramatischen Zustände in der Tierindustrie.

Bio-Produkte gestalten Ihre Ernährung nachhaltiger, da weniger Schadstoffe in der Produktion verwendet werden. Damit ist unserer Umwelt geholfen, aber auch Ihrer Gesundheit. Bei Tierprodukten kommt noch hinzu, dass die Zustände zumindest etwas gebessert sind. Freisprechen kann man die Tierindustrie nicht, da auch die biologischen Haltungsformen nicht artgerecht sind, aber der Schaden kann etwas gemindert werden.

Tipp: Bio-Produkte sind zwar teurer als reguläre Produkte, aber ihr Geld auch wert. Betrachten Sie, wie viel Geld Sie für Ihre Nahrungsmittel ausgeben und wie viel Geld Sie andererorts einfach zum Fenster rauswerfen. Investieren Sie dieses Geld doch lieber in qualitativ hochwertige Produkte, die besser für Sie und für den Planeten sind!

Die Menge macht´s - nachhaltige Ernährung

Wie bei vielen Dingen ist auch bei Ihrer Ernährung die Menge entscheidend. Niemand ist perfekt und niemand schafft es, die vorgenannten Punkte in Perfektion umzusetzen. Das ist auch gar nicht nötig. Es geht darum, so weit zu gehen, wie es eben möglich ist. Und immer mal wieder noch ein Schippchen draufzusetzen. Der Übergang ist fließend, und wer anfangs dachte, er käme nie ans Ziel, findet sich plötzlich dort wieder.

Wer zum Beispiel mit einer veganen Ernährung nicht klarkommt, kann erst einmal vegetarisch starten. Nach und nach zeigt sich, auf welche Produkte man gut verzichten kann. Diese streicht man dann einfach für die Zukunft vom Plan und ist wieder einen Schritt weiter gekommen.

Wenn Bio-Produkte zu teuer sind, hilft eine Übersicht über die eigenen Ausgaben. Lassen sich manche Ausgaben streichen zu Gunsten einer gesünderen Ernährung? Und woran liegt es, dass Lebensmittel so wenig wertgeschätzt werden? Die nicht vorhandene Wertschätzung zeigt sich vor allem am Müll, der produziert wird. In deutschen Haushalten werden unfassbar viele Lebensmittel weggeworfen. Hier kann eine bessere Planung helfen, um nicht zu viele Lebensmittel zu kaufen, die dann verderben. Ein Reste-Tag ist auch eine gute Idee, um übrig Gebliebenes für eine weitere Mahlzeit zusammen zu verarbeiten.

Und bei Regionalität und Saisonalität lässt sich zusammenfassen: Perfektion ist nicht notwendig. Wichtig ist es, sich überhaupt auf das Thema einzulassen und dabei so viel wie möglich zu schaffen, ohne sich zu überfordern.

Nachhaltig Ernähren: Fazit

Es gibt verschiedene Wege zu mehr Nachhaltigkeit in der eigenen Ernährung. Die wichtigsten haben Sie eben gelesen. Einen letzten Tipp habe ich aber noch: Mittlerweile gibt es viele Unverpackt-Läden und auch in konventionellen Geschäften gibt es vermehrt verpackungsfreie Produkte. Damit eröffnet sich eine gute Option, um Verpackungsmüll zu vermeiden!

Ich hoffe, Sie finden einen guten Kompromiss, um einige Schritte in Richtung nachhaltige Ernährung zu gehen. Und auch für andere Bereiche Ihres Lebens gibt es Tipps auf unserem Blog – zum Beispiel beruflich oder im Alltag.

Gerne sind wir bei Fragen zu nachhaltigen Geldanlagen für Sie da. Vereinbaren Sie gerne online einen Beratungstermin oder ein Telefongespräch.

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