Gemeinsam mit der Handwerkskammer für Mittelfranken hatte die VR Bank Nürnberg am 28. September zu den ersten Herbstgesprächen ins Foyer der Bank am Tullnaupark eingeladen.

Dirk Helmbrecht, Vorstandsvorsitzender der VR Bank und Thomas Pirner, Präsident der Handwerkskammer für Mittelfranken (HWK) begrüßten knapp 200 Gäste. Beide bezogen in ihren Vorträgen Stellung zu den Herausforderungen, die die Präsidentschaft Trumps für das bayerische Handwerk und die Bankenlandschaft mit sich bringt. Welchen Stellenwert hat „made in Germany“ noch im Handel mit den USA, wie beeinflusst die Außenhandelspolitik die Handels- und Finanzbeziehungen beider Länder?

Die amerikanische General-Konsulin Jennifer D. Gavito und der bayerische Finanzminister Dr. Markus Söder lieferten mit ihren Vorträgen die Impulse für die anschließende Podiumsdiskussion, geleitet von Moderatorin Tanja Collischon. Jennifer Gavito stellte klar, dass Trumps Aussage „America first“ nicht „America only“ bedeutet. Aber auch die Amerikaner stehen vor politischen und wirtschaftlichen Herausforderungen. Söder betonte seine Verbundenheit zum bayerischen Handwerk und den mittelständischen Genossenschaftsbanken. Der bayerische Minister mit fränkischen Wurzeln outete sich als absoluter Fan der USA, übte aber auch Kritik an der aktuellen Wirtschaftspolitik und der Art der Kommunikation des amerikanischen Präsidenten. „140 Zeichen sind manchmal einfach ein bisschen wenig“, meinte der Minister mit dem Hinweis auf die Twitter-Leidenschaft von Donald Trump. Gavito räumte ein, dass das Auftreten und die Wortwahl ihres Präsidenten durchaus die Gemüter spaltet. Trotzdem ist er gewählter Vertreter der Amerikaner. Einig waren sich beide, dass die Verbundenheit der beiden Länder nach wie vor groß ist. Deutsche Investitionen in den USA sind gefragt und auch Garant für amerikanischer Arbeitsplätze. Auch im Hinblick auf die aktuelle Sicherheitspolitik könnten nur gemeinsam Erfolg und Stabilität gewährleistet werden.

Tanja Collischon, bat zum Schluss noch um einen Wunsch aller Diskussionsteilnehmer an Donald Trump:
Dirk Helmbrecht wünschte sich Berechenbarkeit, Prof. Dr. Elmar Forster, Hauptgeschäftsführer der HWK forderte die Fortführung des Pariser Klimaschutzabkommens. Jennifer Gavito ist an einer weiter stabilen Beziehung interessiert und Markus Söder hatte zwei Wünsche: Weniger Tweets und eine neue Frisur für Donald Trump!

 

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