Vorsorge für Frauen ist wichtig

Laut Statistik der Deutschen Rentenversicherung erhalten Frauen in Deutschland im Schnitt nur etwa halb so viel Rente wie Männer. Viele Ruheständlerinnen müssen deshalb mit deutlich weniger Geld auskommen als während ihres Berufslebens. Kein Wunder, dass Frauen überdurchschnittlich oft von Altersarmut betroffen sind. Um das zu verhindern und um den Ruhestand entspannt genießen zu können, sollten Frauen ihre Vorsorge rechtzeitig in die eigenen Hände nehmen.

Drei Gründe, warum Frauen vorsorgen müssen:

1. Das Alter:
Frauen haben eine höhere Lebenserwartung. Bei einer heute 25-jährigen liegt diese bei 92,5 Jahren. Das ist toll – aber das längere Leben muss auch finanziert werden. Die Ersparnisse allein reichen dafür vielleicht nicht aus.

2. Der Verdienst:
Frauen verdienen laut Statistischem Bundesamt im Schnitt 22 Prozent weniger als Männer, weil sie häufiger schlecht bezahlte Berufe ausüben oder in Teilzeit arbeiten. Selbst bei gleicher Qualifikation und Tätigkeit ist die Bezahlung oft geringer als bei Männern. Und wer weniger verdient, erhält auch weniger Entgeltpunkte für die spätere Rente.

3. Die Rente:
Viele Mütter verzichten zugunsten der Familie auf ihre Karriere, andere Frauen arbeiten nur stunden- oder tageweise. Im Alter erhalten sie deshalb im Schnitt deutlich weniger Rente als Männer.

Wie Frau in jedem Alter am besten vorsorgt:

20 und Berufsstarterin

Junge Berufseinsteigerinnen können mit wenig Geld viel erreichen. Am besten sorgen sie mit einer staatlich geförderten Rente wie der RiesterRente für später vor. Dabei profitieren sie von staatlichen Zulagen und geringen Beiträgen. Auch eine Berufsunfähigkeitsversicherung ist empfehlenswert.

30 und voll berufstätig

Mit einer betrieblichen Altersvorsorge kann Frau die Rentenlücke mit Hilfe ihres Arbeitgebers schließen. Die Beiträge werden direkt vom Bruttogehalt abgezogen. Ein Vorsorgebeitrag von 100 Euro ergibt durch die staatliche Förderung netto nur ca. 50 Euro weniger.

Zusätzlich zur privaten Altersvorsorge ist eine Berufsunfähigkeitsversicherung sinnvoll, um das Einkommen abzusichern. Ebenso empfiehlt sich eine Pflege-Zusatzversicherung, denn jeder kann pflegebedürftig werden und großen finanziellen Belastungen ausgesetzt sein.

30 mit Familie

Für Mütter ist aufgrund der staatlich geförderten Vorsorgemöglichkeiten eine Riester-Rente besonders interessant, denn der Staat unterstützt Familien mit hohen Kinderzulagen. Neben der eigenen Altersvorsorge sollte Frau jetzt auch an die Vorsorge für ihre Kinder denken. Eine Berufsunfähigkeitsversicherung und eine Risiko-Lebensversicherung sind sinnvoll, damit die Kinder finanziell abgesichert sind, wenn etwas passiert. Um den Kindern im Pflegefall finanziell nicht zur Last zu fallen, bietet sich zudem der Abschluss einer Pflege-Zusatzversicherung an.

40 und selbstständig

In der gesetzlichen Rentenversicherung besteht für Selbstständige oftmals keine Versicherungspflicht. Deshalb ist es unverzichtbar, sich selbst um die Altersvorsorge zu kümmern. Eine gute Möglichkeit ist die Basis-Rente (Rürup-Rente) mit attraktiven Steuervorteilen.

50 und unabhängig

Auch jetzt ist es noch nicht zu spät für eine Vorsorge! Die betriebliche Altersvorsorge kann gerade für über 50-jährige besonders lukrativ sein. Alternativ bietet sich die Einzahlung eines größeren Einmalbetrages in eine lebenslange Sofortrente an. Der Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung garantiert, dass Frau im Leistungsfall nicht auf eine niedriger qualifizierte Tätigkeit ausweichen muss. Überdies ist eine Pflege-Zusatzversicherung empfehlenswert, um im Pflegefall sofort finanziell abgesichert zu sein.

60+ und Rentnerin

Ruheständlerinnen können in eine sofort beginnende Rente investieren und erhalten eine sichere, lebenslang garantierte Rente, unabhängig von der Kapitalmarktentwicklung. Mit einer Lebens- und Rentenversicherung vermehren Sie Ihr Geld auch noch im Ruhestand. Falls bisher noch nicht geschehen, sollten Sie jetzt eine Pflege-Zusatzversicherung abschließen, die im Pflegefall sofort wirksam wird.

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