Änderungen 2021: Das ist neu

Änderungen 2021

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Mit dem Jahreswechsel treten – wie jedes Jahr – viele neue Regelungen und Gesetze in Kraft. Deshalb haben wir für Sie die wichtigsten Änderungen 2021 in einem Überblick zusammengefasst.

Abschaffung des Solidaritätszuschlags

Ab 2021 gibt es eine der größten Steuerentlastungen der Geschichte: Denn ab dem neuen Jahr entfällt für rund 90 Prozent der Lohn- und Einkommenssteuerzahler der Solidaritätszuschlag (Soli) komplett, weitere 6,5 Prozent zahlen immerhin weniger als bisher. Davon profitieren besonders Steuerzahlende bis zu einer mittleren Einkommensgrenze.

Aber nicht nur Arbeitnehmer, sondern auch einige Gewerbetreibende können von dieser Steuerbefreiung Gebrauch machen.

Damit ist für Sie als Single, Lebensgemeinschaft, Familie, aber auch für Alleinerziehende im neuen Jahr einfach mehr drin! Wie viel mehr, können Sie sich über den Online-Rechner schnell und einfach berechnen lassen.

Änderungen 2021: Erhöhung der Wohnungsbauprämie

Ab Januar 2021 erhöht sich die Wohnungsbauprämie von 8,8 auf 10 Prozent. Alleinstehende erhalten dann bis zu 70 Euro und Verheiratete bis zu 140 Euro vom Staat. Zudem steigen die Einkommensgrenzen. Durch diese Änderung profitieren 2021 mehr Menschen von der Prämie.

Änderung des Mindestlohns und der Mindestausbildungsvergütung

Auch der Mindestlohn wird im neuen Jahr angepasst. Zum 1. Januar 2021 steigt er zunächst auf 9,50 Euro brutto und ab 1. Juli 2021 auf 9,60 Euro brutto.

Ferner steigt die Mindestvergütung für die Ausbildung. Wer im Jahr 2021 seine Ausbildung beginnt, erhält mindestens 550,00 Euro monatliche Vergütung.

Erhöhung des Kindergeldes und Kinderfreibetrages

Familien mit Kindern dürfen sich im neuen Jahr über eine Erhöhung des Kindergeldes um 15 Euro freuen.

So viel Kindergeld gibt es ab 2021:

Aber auch der Kinderzuschlag für Familien mit niedrigen Einkommen erhöht sich 2021: Dieser steigt um 20 Euro auf bis zu 205 Euro pro Monat pro Kind. Außerdem erhalten sie weitere finanzielle Vorzüge.

Ebenfalls erhöht sich der Kinderfreibetrag der Eltern um 576 Euro auf insgesamt 8.388 Euro.

Änderungen 2021: Grundrente für Geringverdiener

Rentner können sich ab dem 1. Januar 2021 über die Einführung der Grundrente für Geringverdiener freuen. Nach den Angaben der Bundesregierung sollen rund 1,3 Millionen Geringverdiener profitieren – sowohl Neu- als auch Bestandsrentner.

Rentner müssen mindestens 33 Jahre gearbeitet, Kinder erzogen oder Angehörige gepflegt und im Durchschnitt weniger verdient haben.

Die Grundrente brauchen Sie nicht zu beantragen, denn die Deutsche Rentenversicherung (DRV) berechnet sie automatisch und zahlt sie mit der regulären Rente aus – und das bis zu 418 Euro extra pro Monat.

Erhöhung der Regelsätze von Hartz IV

Auch die Regelsätze werden im kommenden Jahr wie folgt angehoben.

Reguläre Mehrwertsteuer

Während 2020 die Mehrwertsteuer aufgrund der Corona-Pandemie von 19 auf 16 Prozent gesenkt wurde, wird diese ab 2021 wieder auf die gewohnten 19 beziehungsweise 7 Prozent angehoben.

Änderungen 2021: Einführung der CO2-Steuer

Bereits im Dezember 2019 einigten sich Bund und Länder darauf, dass Unternehmen, die mit Heizöl, Erdgas, Benzin und Diesel handeln, einen Preis für den CO2-Ausstoß zahlen müssen.

Ab 2021 müssen diese Unternehmen Verschmutzungsrechte in Form von Zertifikaten kaufen. Pro Tonne CO2 sind dann zunächst 25 Euro fällig, bis 2025 steigt der Preis schrittweise auf bis zu 55 Euro pro Tonne an.

Auch die KfZ-Steuer wird ab 2021 stärker an CO2-Emissionen ausgerichtet werden. Um emissionsärmere Fahrzeuge zu fördern, werden gestaffelte Steuersätze bei Erstzulassungen ab 2021 eingeführt. Dabei gilt: Je höher der CO2-Wert, desto höher der Steuersatz.

Ferner wird die Steuerbefreiung für erstzugelassene reine Elektofahrzeuge weiter verlängert. Diese gilt nun für begünstigte Erstzulassungen und Umrüstungen bis 31.12.2025.

Außerdem steigt ab 1. Januar 2021 die Pendlerpauschale. Für die ersten 20 Kilometer von der Wohnstätte bis zur ersten Tätigkeitsstätte bleibt es weiterhin bei 30 Cent. Allerdings können Sie ab dem neuen Jahr ab dem 21. Kilometer 35 Cent in der Einkommensteuererklärung ansetzen.

Dies gilt bis zum 31.12.2023, danach können sogar 38 Cent ab dem 21. Kilometer angesetzt werden.

Verbot der Herstellung von Einwegplastik

Auch Einwegprodukte aus Plastik sorgen zunehmend für die Verschmutzung der Umwelt und der Meere. Um dem entgegenzuwirken, hat die EU bereits 2018 beschlossen, Einwegprodukte aus Plastik und Styropor ab 2021 zu verbieten, da es umweltfreundliche Alternativen gibt. Konkret heißt das: ab dem 3. Juli 2021 dürfen EU-weit folgende Einweg-Kunststoffprodukte nicht mehr verkauft werden.

Wird das Verbot missachtet, liegt eine Ordnungswidrigkeit vor.

Unser Tipp: Auch mit einer nachhaltigen Geldanlage können Sie der Umwelt etwas Gutes tun.

Homeoffice-Zuschlag

Aufgrund der Corona-Pandemie arbeiten Sie viel von zu Hause aus? Dafür erhalten Sie nun eine Steuerpauschale von 5 Euro am Tag, maximal aber 600 Euro im Jahr.

Preisänderung für die Anschaffung des Personalausweises

Wer 2021 einen neuen Personalausweis beantragen will, muss sich auf höhere Gebühren einstellen. Während die Ausstellung des Ausweises momentan noch 28,80 Euro kostet, wird der Ausweis im nächsten Jahr für Bürger ab 24 Jahren 37 Euro kosten. Für jüngere Bürger, deren Ausweis nur sechs Jahre lang gültig ist, fallen weiterhin nur 22,80 Euro an.

Nicht nur bei den Gebühren, sondern auch beim Passbild gibt es ab dem neuen Jahr Änderungen. So müssen Sie Ihr Passbild in Zukunft in digitaler Form vorlegen. Außerdem werden zukünftig zwei Fingerabdrücke auf der Chipkarte des Personalausweises gespeichert.

Im Gegenzug werden allerdings zwei andere Services kostenfrei angeboten: Ab 2021 müssen Sie weder Gebühren für die nachträgliche Onlineaktivierung, noch für die PIN-Änderung zahlen.

Elektronische Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung

Wenn Sie krank werden, müssen Sie eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung beim Arbeitgeber und bei der Krankenkasse vorlegen. Diese gibt es nur nach einem Besuch beim Arzt oder aufgrund von Corona nach einem Telefonat. Jedoch soll mit dem komplizierten Papierweg ab 2021 Schluss sein.

Der behandelnde Arzt schickt die Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung auf elektronischem Weg direkt an die Krankenkasse. Der Arbeitgeber kann den Zeitraum der Arbeitsunfähigkeit dann online bei der Krankenkasse abrufen. Neben dem digitalen Verfahren soll es zunächst auch noch eine analoge Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung geben.

Änderungen 2021 in Ihrer VR Bank Nürnberg

„Was einer alleine nicht schafft, das schaffen viele”: Ganz im Sinne dieses Zitates des Genossenschaftsgründers Friedrich Wilhelm Raiffeisen sondieren derzeit die VR Bank Nürnberg, die VR meine Bank eG Fürth-Neustadt-Uffenheim und die VR Bank Erlangen-Höchstadt-Herzogenaurach eG Möglichkeiten eines künftigen partnerschaftlichen Zusammenschlusses. Das erklärte Ziel der drei Regionalbanken ist dabei die Erweiterung künftiger Gestaltungsspielräume bei gleichzeitiger Stärkung der Kundennähe und Regionalität vor Ort.

Der Zusammenschluss könnte nach den Vertreterversammlungen Mitte nächsten Jahres rückwirkend zum 1. Januar 2021 in Kraft treten. Die nach Bilanzsumme jeweils nahezu gleich großen Institute würden nach einem positiven Votum der Vertreter über eine gemeinsame Bilanzsumme von etwa 4,7 Mrd. Euro verfügen.

Unsere stellvertretende Vorstandsvorsitzende, Frau Brigitte Baur, verabschiedet sich zum 31.12.2020 in ihren wohlverdienten Ruhestand. Der Vorstand der VR Bank Nürnberg besteht ab dem 1. Januar 2021 somit noch aus Herrn Dirk Helmbrecht und Herrn Günther Pfeufer.

Wir hoffen, wir konnten Ihnen einen guten Überblick über die wichtigsten Änderungen 2021 geben, und wünschen Ihnen einen guten Rutsch ins neue Jahr!

Gerne geben wir Ihnen auch persönlich einen Überblick über die wichtigsten Änderungen, die Ihre Finanzen betreffen. Vereinbaren Sie gerne online einen Beratungstermin oder ein Telefongespräch.

Haftungsausschluss: Dieser Inhalt wurde durch Fachautoren sorgfältig erstellt. Er beruht auf Quellen, die als verlässlich angesehen werden können. Dennoch können inhaltliche und sachliche Fehler nicht ausgeschlossen werden. Der Herausgeber und der Lieferant dieser Inhalte machen in Bezug auf die enthaltenen Informationen keine Zusagen und schließen jede Haftung, beispielsweise für die Richtigkeit, Aktualität und Vollständigkeit der Informationen, aus. Dieser Inhalt stellt keine Rechtsberatung dar. Die Informationen dienen ausschließlich einer ersten Orientierung. Insbesondere finanzielle Entscheidungen dürfen daher nicht aufgrund dieser Informationen getroffen werden. Es wird empfohlen, im Einzelfall den fachkundigen Rat eines Steuerberaters oder eines Rechtsanwalts einzuholen.

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