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Erben & Vererben

Vorsorge treffen - In Ihrem Sinn!

Einem Aspekt der Zukunftsplanung stellt sich keiner gern: wie übertrage ich mein Vermögen in meinem Sinne, ohne Erbstreitigkeiten und unnötige Kosten.

Niemand denkt gern an den eigenen Tod. Je jünger und vitaler man sich fühlt, umso weiter entfernt erscheint uns dieser Gedanke. Sorgen Sie trotzdem rechtzeitig vor, damit das Unplanbare für Ihre Erben und Nachfolger nicht noch schwerer wird.

Ohne Testament geht’s der Reihe nach

Haben Sie zu Lebzeiten Ihren „letzten Willen“ nicht durch ein Testament oder Erbvertrag geregelt, tritt automatisch die gesetzliche Erbfolge in Kraft. Ihr Erbe wird hierbei nach einer vorgegebenen Reihenfolge an Ehegatten bzw. eingetragenen Lebenspartner, Kinder und Ihre Verwandten aufgeteilt.

Per Gesetz werden die Hinterbliebenen eingeteilt in Erben der

Ersten Ordnung

direkte Abkömmlinge wie Kinder, Enkel, Urenkel etc.,

zweiten Ordnung

Eltern, Geschwister, Neffen und Nichten

dritten Ordnung

Großeltern, Onkel, Tanten, Vetter, Cousinen usw.

Lebt noch ein Verwandter bzw. eine Verwandte einer übergeordneten Ordnung werden mögliche nachfolgende Erben direkt ausgeschlossen.

Regelung für Ehegatten bzw. eingetragene Lebenspartner

Entgegen der landläufigen Meinung ist der überlebende Ehegatte oder eingetragene Lebenspartner nicht automatisch der gesetzliche Alleinerbe. In der Regel erben Sie neben Familienmitgliedern der ersten Ordnung 25 %, neben Verwandten und Großeltern 50 %. Haben die Eheleute im gesetzlichen Güterstand der Zugewinngemeinschaft gelebt, erhöht sich der Anteil um 25 Prozent. Eingetragene Lebenspartner sind dieser Regelung gleichgestellt.

Pflichtteil

Für Kinder, Ehepartner, Enkel und ggf. auch Eltern gibt es immer einen bestimmten Erbanteil: den sogenannten Pflichtteil. Die Pflichtteilsregelung gilt auch dann, wenn diese Person per Testament oder Erbvertrag enterbt wurden. Der Pflichtteil beläuft sich in der Regel auf die Hälfte des Wertes des gesetzlichen Erbes und bemisst sich nach der Höhe des zum Todeszeitpunkt vorhandenen Vermögens.

Ausschlagung einer Erbschaft

Innerhalb von 6 Wochen kann ein Erbe entscheiden, ob er eine Erbschaft annimmt oder diese ausschlägt. Verzichtet ein Erbe auf den Nachlass muss dies schriftlich entweder beim Nachlassgericht oder in öffentlich beglaubigter Form durch einen Notar erfolgen. Die Frist verlängert sich auf 6 Monate, wenn der Erblasser oder die Erblasserin den letzten Wohnsitz im Ausland hatte oder der Erbe oder die Erbin sich bei Beginn der Frist im Ausland aufgehalten hat.

Ihr Letzter Wille entscheidet

Wenn Sie mit Ihrem Vermögen von der gesetzlichen Erbfolge abweichen wollen, ist es sinnvoll dies zu Lebzeiten zu regeln. Ein Testament dient in erster Linie dazu für klare Verhältnisse zu sorgen, Vermögenswerte oder die eigene Firma für Erben zu schützen.
Eheleute können Ihren letzten Willen gemeinsam niederlegen. Unterschieden wird zwischen dem eigenhändigen und dem öffentlichen Testament.

Das eigenhändige Testament

Die Erstellung von Testamenten unterliegt bestimmten Regeln:

  • Es muss grundsätzlich handschriftlich abgefasst werden. Maschinengeschriebene Testamente werden vor Gericht nicht anerkannt.
  • Es sollte mit den Worten „Testament“ oder „Letzter Wille“ überschrieben sein.
  • Ort und Datum bestimmen über die Gültigkeit des Testaments. Werden Änderungen erfasst, hebt ein jüngeres ein älteres in der Gültigkeit auf.
  • Alle Verfasser des Testaments müssen mit Vor- und Nachnamen unterzeichnen.
  • Hat ein Testament mehrere Seiten, sollten diese nummeriert und einzeln unterschrieben werden.
  • Um Klarheit zu gewährleisten, benennen Sie die Erben mit Vor- und Nachname und deren Geburtsdatum.
Das öffentliche Testament

Diese Art des letzten Willens wird zusammen mit einem Notar erstellt. Er kann Sie hinsichtlich der korrekten rechtlichen Abfassung beraten, entwirft den Text für Sie und beurkundet im Anschluss daran das Testament. Damit erfüllt es alle formalen und damit rechtswirksamen Vorgaben. Vorteil eines öffentlichen Testaments: Soll ein Grundstück auf die Erben übertragen werden, ersetzt es einen Erbschein. Dies spart Kosten und Zeit.

Aufbewahrung

Das eigenhändige Testament kann an einem beliebigen Ort aufbewahrt werden. Sinnvoll ist jedoch, den Aufbewahrungsort einer Person ihres Vertrauens mitzuteilen. Alternativ können Sie Ihr Testament auch beim Amtsgericht oder einem Notar verwahren lassen. Beim Notar oder Amtsgericht hinterlegte Testamente, können im sogenannten „zentralen Testamentsregister“ der Bundesnotarkammer registriert werden.

Für die Hinterbliebenen gibt es im Todesfall einiges zu tun. Damit Sie nichts vergessen, haben wir für Sie die wichtigsten Schritte in einer kleinen Checkliste zusammengefasst.

Checkliste
  • Ausstellung der Todesbescheinigung durch den Arzt,
  • Beauftragung eines Beerdigungsinstituts,
  • Benachrichtigung von Verwandten und Freunden
  • Beantragung der Sterbeurkunde beim Standesamt
  • Information an Lebens- oder Unfallversicherung
Nicht versäumen
  • Information an Krankenkasse, Rentenstelle bzw. andere Versorgungsträger
  • Evtl. Kündigung von Wohnung/Heim , Versicherungen, Verträge oder Mitgliedschaften
  • Ggf. Umschreibung der Versicherungen, Verträge oder Mitgliedschaften auf den überlebenden Ehegatten
  • Abgabe der Steuererklärung des Erblassers bis Ende des Sterbejahres
  • Liegt kein Testament vor, ist beim Nachlassgericht ein Erbschein zu beantragen
Regelung der Bankgeschäfte
  • Informieren Sie sich, wo und welche Konten, Depots, Verträge der Verstorbene hat;
  • Vorlage der Sterbeurkunde bei allen kontoführenden Instituten
  • Bank- und Kreditkarten sofort sperren
  • Ggf. veranlassen Sie die Kündigung oder die Umschreibung von Konten und Depots
  • Haben Sie selbst keine Vollmacht, ist ein Erbschein zwingend zur Legitimation erforderlich
Ohne Testament geht’s der Reihe nach

Haben Sie zu Lebzeiten Ihren „letzten Willen“ nicht durch ein Testament oder Erbvertrag geregelt, tritt automatisch die gesetzliche Erbfolge in Kraft. Ihr Erbe wird hierbei nach einer vorgegebenen Reihenfolge an Ehegatten bzw. eingetragenen Lebenspartner, Kinder und Ihre Verwandten aufgeteilt.

Per Gesetz werden die Hinterbliebenen eingeteilt in Erben der

Ersten Ordnung

direkte Abkömmlinge wie Kinder, Enkel, Urenkel etc.,

zweiten Ordnung

Eltern, Geschwister, Neffen und Nichten

dritten Ordnung

Großeltern, Onkel, Tanten, Vetter, Cousinen usw.

Lebt noch ein Verwandter bzw. eine Verwandte einer übergeordneten Ordnung werden mögliche nachfolgende Erben direkt ausgeschlossen.

Regelung für Ehegatten bzw. eingetragene Lebenspartner

Entgegen der landläufigen Meinung ist der überlebende Ehegatte oder eingetragene Lebenspartner nicht automatisch der gesetzliche Alleinerbe. In der Regel erben Sie neben Familienmitgliedern der ersten Ordnung 25 %, neben Verwandten und Großeltern 50 %. Haben die Eheleute im gesetzlichen Güterstand der Zugewinngemeinschaft gelebt, erhöht sich der Anteil um 25 Prozent. Eingetragene Lebenspartner sind dieser Regelung gleichgestellt.

Pflichtteil

Für Kinder, Ehepartner, Enkel und ggf. auch Eltern gibt es immer einen bestimmten Erbanteil: den sogenannten Pflichtteil. Die Pflichtteilsregelung gilt auch dann, wenn diese Person per Testament oder Erbvertrag enterbt wurden. Der Pflichtteil beläuft sich in der Regel auf die Hälfte des Wertes des gesetzlichen Erbes und bemisst sich nach der Höhe des zum Todeszeitpunkt vorhandenen Vermögens.

Ausschlagung einer Erbschaft

Innerhalb von 6 Wochen kann ein Erbe entscheiden, ob er eine Erbschaft annimmt oder diese ausschlägt. Verzichtet ein Erbe auf den Nachlass muss dies schriftlich entweder beim Nachlassgericht oder in öffentlich beglaubigter Form durch einen Notar erfolgen. Die Frist verlängert sich auf 6 Monate, wenn der Erblasser oder die Erblasserin den letzten Wohnsitz im Ausland hatte oder der Erbe oder die Erbin sich bei Beginn der Frist im Ausland aufgehalten hat.

Ihr Letzter Wille entscheidet

Wenn Sie mit Ihrem Vermögen von der gesetzlichen Erbfolge abweichen wollen, ist es sinnvoll dies zu Lebzeiten zu regeln. Ein Testament dient in erster Linie dazu für klare Verhältnisse zu sorgen, Vermögenswerte oder die eigene Firma für Erben zu schützen.
Eheleute können Ihren letzten Willen gemeinsam niederlegen. Unterschieden wird zwischen dem eigenhändigen und dem öffentlichen Testament.

Das eigenhändige Testament

Die Erstellung von Testamenten unterliegt bestimmten Regeln:

  • Es muss grundsätzlich handschriftlich abgefasst werden. Maschinengeschriebene Testamente werden vor Gericht nicht anerkannt.
  • Es sollte mit den Worten „Testament“ oder „Letzter Wille“ überschrieben sein.
  • Ort und Datum bestimmen über die Gültigkeit des Testaments. Werden Änderungen erfasst, hebt ein jüngeres ein älteres in der Gültigkeit auf.
  • Alle Verfasser des Testaments müssen mit Vor- und Nachnamen unterzeichnen.
  • Hat ein Testament mehrere Seiten, sollten diese nummeriert und einzeln unterschrieben werden.
  • Um Klarheit zu gewährleisten, benennen Sie die Erben mit Vor- und Nachname und deren Geburtsdatum.
Das öffentliche Testament

Diese Art des letzten Willens wird zusammen mit einem Notar erstellt. Er kann Sie hinsichtlich der korrekten rechtlichen Abfassung beraten, entwirft den Text für Sie und beurkundet im Anschluss daran das Testament. Damit erfüllt es alle formalen und damit rechtswirksamen Vorgaben. Vorteil eines öffentlichen Testaments: Soll ein Grundstück auf die Erben übertragen werden, ersetzt es einen Erbschein. Dies spart Kosten und Zeit.

Aufbewahrung

Das eigenhändige Testament kann an einem beliebigen Ort aufbewahrt werden. Sinnvoll ist jedoch, den Aufbewahrungsort einer Person ihres Vertrauens mitzuteilen. Alternativ können Sie Ihr Testament auch beim Amtsgericht oder einem Notar verwahren lassen. Beim Notar oder Amtsgericht hinterlegte Testamente, können im sogenannten „zentralen Testamentsregister“ der Bundesnotarkammer registriert werden.

Für die Hinterbliebenen gibt es im Todesfall einiges zu tun. Damit Sie nichts vergessen, haben wir für Sie die wichtigsten Schritte in einer kleinen Checkliste zusammengefasst.

Checkliste
  • Ausstellung der Todesbescheinigung durch den Arzt,
  • Beauftragung eines Beerdigungsinstituts,
  • Benachrichtigung von Verwandten und Freunden
  • Beantragung der Sterbeurkunde beim Standesamt
  • Information an Lebens- oder Unfallversicherung
Nicht versäumen
  • Information an Krankenkasse, Rentenstelle bzw. andere Versorgungsträger
  • Evtl. Kündigung von Wohnung/Heim , Versicherungen, Verträge oder Mitgliedschaften
  • Ggf. Umschreibung der Versicherungen, Verträge oder Mitgliedschaften auf den überlebenden Ehegatten
  • Abgabe der Steuererklärung des Erblassers bis Ende des Sterbejahres
  • Liegt kein Testament vor, ist beim Nachlassgericht ein Erbschein zu beantragen
Regelung der Bankgeschäfte
  • Informieren Sie sich, wo und welche Konten, Depots, Verträge der Verstorbene hat;
  • Vorlage der Sterbeurkunde bei allen kontoführenden Instituten
  • Bank- und Kreditkarten sofort sperren
  • Ggf. veranlassen Sie die Kündigung oder die Umschreibung von Konten und Depots
  • Haben Sie selbst keine Vollmacht, ist ein Erbschein zwingend zur Legitimation erforderlich

Persönliche Beratung

Als Ihre VR Bank Nürnberg sind wir auch in schwierigen Zeiten für Sie da und stehen Ihnen mit Rat und Tat kompetent zur Seite.

Damit Ihr Nachlass in Ihrem Interesse geregelt wird, sind wir Ihr Ansprechpartner in allen Fragen zu Verfügbarkeit, Vollmacht, Erbfolge, Erbschaftssteuer oder Freibeträgen.

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